14. April 2019

Mit Einführung der DSGVO im Mai 2018 wird es immer schwieriger für Lehrer sich mit Schülern virtuell auszutauschen, ohne dabei die Vorgaben der neuen Datenschutzverordnung zu missachten. Im Gegensatz zu einigen Bundesstaaten in den USA, sprach Deutschland noch kein generelles Verbot für Lehrer aus, sich mit ihren Schülern auf Facebook anzufreunden.
Doch inwieweit mach ein Verbot Sinn? Sollten Freundschaften von Schülern grundsätzlich abgelehnt werden? Könnte es einen Nutzen für die Freundschaft geben?

Soziale Netzwerke
Facebook, Instagram, und andere soziale Netzwerke gehören zum täglichen Alltag von Schülern. Über die sozialen Netzwerke werden Informationen ausgetauscht, Fotos gezeigt und von anderen kommentiert.
Die virtuelle Kommunikation wird auch immer mehr von Lehrern genutzt, aus welchem Grund sollten Lehrer also nicht an der Diskussion ihrer Schüler teilhaben? Es ist doch eine Art Vertrauensbeweis, wenn Schüler mit ihren Lehrern befreundet sein wollen.

Bedenken gegen eine Freundschaft auf Facebook
Wenn Schüler und Lehrer auf Facebook befreundet sind, so können sie gegenseitig ihre Posts, Kommentare und Likes einsehen. Doch wollen Sie wirklich, dass Schüler jede Ihrer Aktionen auf Facebook beobachten und kommentieren können? Als Facebook-Freund eines Schülers kommt ein Lehrer schnell in heikle Situationen. Sie können nicht steuern, was andere auf Ihre Pinnwand posten und ob Sie am nächsten Morgen auf Ihren letzten Kommentar angesprochen werden.
Cord Santelmann, Medien-Referent im Philologenverband Baden Württemberg gibt zu bedenken: "Facebook ist eine Freundschaftsplattform. Aber Lehrer und Schüler sind schon vom Grundsatz her keine Freunde. Jeder Anlass für Missverständnisse sollte deshalb vermieden werden.”

Freundschaftsanfragen von Schülern
Baden-Württembergs ehemaliger Kultusminister, Andreas Stoch (SPD) sagt ganz klar: "Freundschaftsanfragen via Facebook oder andere Soziale Medien würde ich als Lehrer konsequent ablehnen. Ein Lehrer könne nicht unbedingt einschätzen, inwieweit sich ein Schüler mit den eigenen Daten im Netz öffnet und was danach mit den Daten passiert.”

Sicherlich erhalten Sie von Ihren Schülern die eine oder andere Freundschaftsanfrage und werden in der Schule darauf angesprochen, warum Sie diese nicht annehmen wollen. Seien Sie ehrlich. Erklären Sie, dass eine solche Freundschaft für beide Seiten Probleme bringen kann und Sie dies deshalb grundsätzlich nicht tun. Sie können auch nicht mit einem Schüler befreundet sein, und mit dem anderen nicht. Sie können zudem argumentieren, dass solange Sie im Lehrer-Schüler-Verhältnis stehen, eine Freundschaft weder im wirklichen noch im virtuellen Leben möglich ist.

Verbot von Facebook und Co?
In Deutschland gibt es kein eindeutiges Verbot einer Freundschaft zwischen Lehrer und Schüler, doch aufgrund der DSGVO die Einschränkung, dass Lehrer nur privat über Facebook & Co mit Schülern kommunizieren können. Es dürfen keine personenbezogene Daten im Rahmen der schulischen Arbeit über Soziale Netzwerke verteilt werden.
"Problematisch ist, dass diese Netzwerke ihre Server meist außerhalb Deutschlands beziehungsweise außerhalb des europäischen Inlands haben", sagt Wolfgang Kraft, Direktor des Landesmedienzentrums in Stuttgart. "Spätestens seit dem NSA-Skandal wissen wir, dass Datenschutz im außereuropäischen Ausland mit unseren Datenschutzbestimmungen überhaupt nicht vereinbar ist."

Alternativen zu Facebook & Co
Sie müssen nicht komplett auf die Kommunikation über Facebook & Co verzichten. Es gibt zahlreiche Alternativen, in welchem Sie in Gruppen mit Ihrer Klasse im Kontakt stehen ohne dass Sie persönliche und personenbezogene Daten weitergeben.
Nutzen Sie die Vorteile einer DSGVO konformen Kommunikationen und gewinnen Sie ein Stück Ihrer Privatsphäre zurück.
Eine Alternative zu Facebook & Co wäre der Skolar Chat, in welcher alle Mitglieder einer Chatgruppe die Möglichkeit haben zu posten und auf Kommentare anderer Mitglieder antworten können. Hier können Klassen und Gruppen miteinander austauschen, was für sie relevant ist, und sogar Dateien mit einer Größe von 20 MB anhängen.


Geschaffen für alle Beteiligten.

Die Skolar Schulcloud bringt Lehrkräfte, Eltern und Schüler näher zusammen. Sie schafft neue Kanäle für den direkten, unkomplizierten Austausch zwischen Menschen, Gruppen und Gremien. Zudem vereinfacht die Lösung zahlreiche Arbeits- und Verwaltungsprozesse.